Aktiv-Wochenende im Vogtland

Alles begann an einem ganz normalen Freitagnachmittag...

Wir trafen uns gegen 17:00 Uhr an den Regattatribünen in Berlin-Grünau und warteten auf den Bus, welcher uns nach Schöneck, unserem Wochenend-Aufenthaltsort, bringen sollte. Nachdem alles eingeladen wurde und jeder seinen Lieblingsplatz neben seinem Lieblingsplatz-Partner gefunden hatte, konnte die Reise beginnen.

Zu dem Zeitpunkt ahnte noch niemand, was alles auf uns zukommen sollte...

Die Fahrt verlief - wie wohl jede etwas größere Gruppen-Busfahrt - recht heiter und munter, um nicht zu sagen: feucht fröhlich. Denn die Ersten stießen schon aufs Wochenende an.
Nach einigen kurzen Pausen hielten wir dann für eine etwas größere Auslage auf einem Rastplatz an, um dort unser  "Mitternachts-Büffet" zu begutachten und einen Zwischensnack zu genießen. Somit stand unserer Weiterfahrt nichts mehr im Wege.
Um gegen ca. 22:00 Uhr kamen wir dann an der Jugendherberge im schönen Vogtland an und bezogen fix unsere Zimmer.
Nachdem alles verstaut wurde, traf man sich im Speisesaal und eröffnete nun offiziell das "Mitternachts-Büffet".
Es wurde gelacht, gegessen, getrunken und einige Verrückte beschlossen sogar, noch in der selbst ernannten "Disco" ein Tanzbein zu schwingen.
Nach und nach verließ dann ein jeder die Gruppe und irgendwann kehrte Ruhe ein, in der kleinen Herberge, im kleinen Schöneck.

Doch von ausreichend Schlaf und Erholung sollte nicht die leiseste Spur sein...

Am nächsten Morgen traf dann jeder verschlafen zum Kraftauftanken beim Frühstücken ein.
Mit den selbst erweiterten Lunchpaketen unterm Arm ging es dann auch schon wieder los, die Fahrräder abholen. Nicht lange und jeder hatte den passenden Drahtesel für sich gefunden.
Selbst der Nebel, der einem die Sicht raubte, konnte die Abenteuerlust aller nicht bremsen.

Es wusste ja noch keiner genau wo lang die Fahrt verlaufen sollte.

Munter und voller Erwartungen traten wir in die Pedale und fuhren los.
Schon nach kurzer Entfernung wurde dann das erste Gruppenfoto geschossen, der Nebel lichtete sich und sogar die Sonne schien auf uns herab, als ob sie uns begrüßen wolle.

Team-Vogtland 600
Auf unserer Strecke fuhren wir unteranderem an dem Leistungssportzentrum und einem großen Staudamm vorbei, immer weiter Bergauf.
Nach einigen sehr fiesen, steilen Anstiegen, erreichten wir den Gipfel des Aschberges in 917 Metern Höhe.
Wem das noch nicht hoch genug war, der stieg auf den „Wanderaufsichtsturm Otto-Hermann-Böhm" und lies seine Augen über das Vogtland schweifen.
Bevor es dann wieder abwärts gehen sollte, "überfielen" wir eine kleine Almhütte. Je nach Bedürfnis gab es etwas Warmes oder etwas Erfrischendes zu trinken.
Mit der neu aufgetankten Kraft nahmen wir die restlichen Kilometer in Angriff.
Nun müsste die Fahrt eigentlich entspannter werden, dachte sich der eine oder andere, denn immerhin die ersten paar Kilometer ging es bergab. Doch das war nicht wirklich der Fall wie sich rausstellen sollte.
Später kamen wir dann an einer Sommerrodelbahn vorbei, hielten dort an und einige Mutige rasten hinunter.
Die Rückfahrt von dort, verlief recht gut. Nur noch ein paar Meter und das letzte Etappenziel sollte erreicht sein.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

Ein Platter Reifen verhinderte die Weiterfahrt, doch selbst das konnte uns nicht mehr aufhalten.
Ein Handgriff hier, ein "tziiiich" dort und etwas Pumpen und ehe wir uns versahen waren wir wieder unterwegs.
Dann noch kurz angehalten am "Meiler", die Kraftreserven auftanken und ab zurück zur Herberge.

Die 40 km Strecke auf 700 m Höheunterschied machten sich bei alle bemerkbar...

Frisch gestriegelt und poliert kamen wir dann am Abend zum Grillen zusammen.
Man ließ die ersten Erlebnisse Revue passieren und füllte sich den Bauch mit den Köstlichkeiten.
Als so langsam jeder nun wirklich wieder angekommen war, begann das ersehnte Bier- und Sektseminar.
Freiwillige konnten ihr Wissen im Bezug auf den unterschiedlichen Geschmack von Sekt und Hopfen testen.

Anschließend ließen wir den Abend mit den Resten der Verkostung ausklingen und freuten uns auf den morgigen Höhenflug.

Am nächsten Morgen schien die Sonne aus allen Wolken, sodass die ersten von ihren Strahlen geweckt wurden.
Frühstück fassen, Sachen packen und dann ging es Hochhinaus. Ein kurzer aber strammer Marsch brachte uns zum „Kletterwald Schöneck".
Kurze Einweisung, aufgeregte Gesichter und ein wenig Bammel und noch bevor man sich versah, befand man sich in ca. 15 Meter Höhe und seilte sich von Baum zu Baum. Wer hier Höhenangst hatte, war hier falsch am Platz.
Kopf voraus, rauf und runter, hin und her.
Ab und zu hörte man einen "Tarzanschrei" und einige waren der festen Überzeugung auch ein Äffchen gehört zu haben. Doch abgesehen von dem Warnschild " Achtung fliegende Menschen!" sollte man hier sonst nicht Sonderbares antreffen.
Als dann alle, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder runtergekommen waren, machten wir uns auf den Weg zurück zur Jugendherberge und von dort aus auf zum Festschmaus in die Brauschänke „Alte Brauerei".

Kleiner Spaziergang durch das Dorfzentrum von Schöneck und rein in die gute Stube.

Vom Klettern ganz hungrig und durstig, saßen wir nun alle beisammen an einer großen Tafel und freuten uns auf unser wohl verdientes Mahl des Tages.
Obwohl einige noch nicht mal mit dieser Reise abgeschlossen hatten, wurden schon rege Unterhaltungen über die nächste Tour abgehalten.
Man aß und trank, lachte und verschluckte sich. Alles-in-Allem war in jedem Gesicht Erschöpfung und Zufriedenheit zu erkennen.

Im Anschluss ging es dann satt und selig auf nach Berlin.

Der Bus wurde beladen, Platz genommen und schon rollten wir wieder los. Die Rückfahrt war verständlicher Weise etwas ruhiger als die Hinfahrt. Sodass ziemlich zügig die Ersten einschliefen und besonders aus den hinteren Reihen hörte man ein tiefes gleichmäßiges "Ein- und Ausatmen". Ja selbst die fleißigen Handynutzer kamen zur Ruhe.
Außerdem wurden die ersten Fotos gesichtet und gelöscht, Zusammenfassungen erstellt und Eindrücke ausgetauscht. Nach einer kurze Pause und Knabberzeugbesorgung fuhren wir die letzten Kilometer Richtung Heimat.

Abschied nehmen fällt immer schwer...

Angekommen in Grünau wurden unsere Sachen ausgeladen, jeder atmete tief durch und wusste das Aktiv-Wochenende war nun vorbei.
Man war froh und etwas traurig zugleich, jeder verstaute seine Sachen und man verabschiedete sich mit einer Umarmung und einem Lächeln.

Es war ein wundervolles Wochenende voller neuer spannender Eindrücke....
Danke! Besonders an Krolli.


P.S. Bilder wird es sicher in nicht allzu langer Zeit auch entsprechend geben. Vorab schon einmal ein kurzes Video von der Fahrradtour:

 

P.P.S. In der Galerie sind nun auch eine feine Auswahl an Bildern zur Reise zu bestaunen.

 

Besucherstatistik

667500
Heute
Gestern
Diese Woche
Dieser Monat
Letzter Monat
77
145
1025
10199
26427
Joomla Templates - by Joomlage.com