ECCC 2013 in Hamburg Allermöhe oder Erkenntnisse einer Europameisterschaft

August 2013:  Die EM - die Europameisterschaft der Teams der Drachenbootvereine - die ECCC 2013 oder auch 15th European Club Crew Championships! Der zweite Auftritt bei einer internationalen Meisterschaft stand für das Team Spreepoint Dragons vor der Tür!
Eines der herausragenden Highlights 2013, auf das wir bereits seit Bekanntgabe der Teilnahme 2012 hin gearbeitet haben. Haben wir genug Schweiß (per Def.: Schwäche, die nach außen drängt) herausgelassen? Schmerzen mit einem Lächeln als sei es tägliches Brot hingenommen haben? Und nicht zu vergessen, die Familien, denen wir den Schwur der  ewigen Zweisamkeit abgegeben, jedoch Selbigen gebrochen und mal eben mit anderen 21 Gleichgesinnten, ein Leben neben den Liebenden verbracht haben? Hat es sich gelohnt? War es all die Strapazen wert...?
Erkenntnisse dieser Europameisterschaft…

ECCC 2013
Donnerstag. Fünf Uhr. Viel zu früh. Für die Meisten heißt es nun Aufstehen und Aufbrechen in die Stadt an der Alster. Hamburg ruft zur Europameisterschaft der Club Crews im Drachenbootsport. So trafen wir uns gegen 9.30 Uhr erstmal an unserer Unterkunft, bevor wir uns dann Richtung Regattastrecke aufmachten.
Elf Uhr, das Frühstück war mittlerweile verdaut und der zweite Kaffee unterwegs. Die uns wohl bekannte Regattastrecke wurde getestet. Aber was waren das für Boote? Der ein oder andere erlebte ein kleines Deja-Vú von unserer letzten Club-EM in Budapest. Nun gut, das kannten wir ja nun schon und sowas konnte uns nicht aus dem Konzept bringen. Noch etwas mühselig schiebt sich das vollbesetzte Boot über die Dove Elbe, einem Nebenarm der Elbe im Südosten der Hansestadt. Danach hieß es dann erstmal zurück in die Pension - einchecken. Die Damen hatten eine feste Unterkunft gebucht, die Herren schindeten Eindruck bei den Damen und übernachteten im Zelt. :o) Am Nachmittag absolvierten wir dann die zweite Trainingseinheit - schon besser. Danach hieß es erstmal flott den Grill anwerfen, das Trampolin testen und ein kühles Getränk zu sich nehmen. Als Überraschung wurden uns die neuen „Ausgeh-Shirts“ präsentiert. Danke Nina!
Aufgehübscht gingen wir am frühen Abend dann zum zweiten Highlight 
des ersten Tages – dieses sollte eigentlich die Eröffnungsfeier der EM werden. Neben den Dancing Dragons und der einen oder anderen Willkommensrede spürten wir ein Hauch von maximal wenig. Ein gut gezapftes Bier dauert sieben Minuten, sagt man. Dann war die Eröffnungsfeier wohl ein Sturzbier ;) und die erste Erkenntnis: Ja, auch ein Schnellgezapftes kann eine Eröffnungsfeier überdauern, ohne schal zu werden.
Relativ schnell gingen wir also wieder und der ein oder andere verfeinerte die erlernten Trampolin-Sprünge vom Nachmittag. Und eine weitere Erkenntnis wird schnell klar: Auch ein 1 Personen Trampolin hält drei Hüpfdohlen aus!

 

Spreepoint Hüpfdohlen

 

Ausgeschlafen und gut gefrühstückt durften wir am Nachmittag unser Talent zum ersten Mal unter Beweis stellen. Der erste Renntag und die 2000 Meter standen auf dem Programm. Im Verfolgungsrennen gingen dann in zwei Durchgängen insgesamt 13 Boote im 12sec Abstand auf den 500m-Rundkurs. Ein hartes Rennen und die Anstrengung der gepaddelten 10 Minuten und 23,70 Sekunden war in den aussteigenden Gesichtern ablesbar.
Knapp hinter dem Sportclub aus Neubrandenburg und dem PSV Uckermark den 9. Platz erreicht. Die Treppchenplätze teilten sich Hannover, die Neckardrachen aus Heilbronn und ein polnisches Mixedboot. Jetzt hieß es erst einmal ausruhen, Kraft tanken und gemeinsam den Abend verbringen. Die Männer durften dann auch ihre feste Unterkunft beziehen und unsere Freunde aus Dessau vom Team „Dragon One“ checkten auch ein, sodass wir eine große Runde wurden. Dank des hervorragenden Caterings von unserem „Jensebär“ durften wir leckeres Kesselgulasch genießen. Danke Jens!

Und schon war es Wochenende. Samstag, zweiter Wettkampftag und die 200 Meter Rennstrecke stehen auf dem Wettkampfplan. Ausschlafen war diesmal leider nicht möglich, sodass sich zwei tapfere Dragons sehr früh auf den Weg machten, um das restliche Team mit der nötigen Stärkung in Form von frischen Brötchen zu versorgen. Doch der Bäcker machte ihnen einen zeitlichen Strich durch die Rechnung - das Frühstück wurde in Rekordzeit vertilgt, der Kaffee fand den direktesten Weg in den Bäuche, die Paddel und Stühle wurden zusammengepackt und nicht mal 45 Minuten später waren wir schon paddelbereit an der Regattastrecke. Vier Rennen, zwischen Tränen und Freuden, die schlussendlich den 2. Platz im kleinen Finale endeten und den 8. Platz in der Gesamtwertung im Premier Mixed Standardboot ausmachte. Immerhin wieder in der Top 10!!!

Die Erkenntnis dieses Tages: Andere haben auch trainiert!

 

 


Der Nachmittag wurde dann entweder als Zuschauer an der Regattastrecke, wo nun noch die Rennen der Damen- und Herrenboote auf dem Programm standen, in Hamburg City oder in der Pension verbracht. Am Abend verwöhnte Willi mit seinen Helfern unsere Gaumen mit Geschnetzeltem und Reis. Lecker! Das lockte auch den einen oder anderen noch hungrigen Dessauer in unsere Reihen. Danke Willi!

Satt und kaputt fielen dann alle in ihre Bettchen.

Der nächste und letzte Tag der Europameisterschaft begann wie schon der Samstag in aller Frühe. Zu früh. Im Boot waren dann aber alle hellwach und wir fuhren aufgrund eines sehr guten ersten Laufs direkt ins Semifinale, aus welchem wir mit einem vierten Platz hervorgingen. Leider genügte diese Platzierung nicht für das große Finale. Also ab ins B-Finale … eine letztes Mal für diesen Tag kämpfen. Und die Belohnung folgte. Platz 3 im kleinen Finale und damit  immer noch in der Top 10 Europas.

Die Edelmetalle der 500 m gingen an die Neckardrachen, Hannover und den SC Neubrandenburg.

Am Ende des Wochenendes bleibt eine EM, mit deren Ergebnissen wir durchaus zufrieden sein können. Und eine letzte Erkenntnis bleibt: Ja, das Training hat sich gelohnt und noch ist nicht aller Tage Abend. Denn: ”Nach der EM ist vor DM” (copyright by Anja ;) ).

 

Team 2013 Hamburg

 

Ein spezieller Dank muss an dieser Stelle noch für unsere beiden Teamcaptains Jerry und Lennart ausgesprochen werden. Unglaublich viel Zeit und Nerven wurden in die Organisation der gesamten Saison und insbesodere in die EM gesteckt.

DANKE! DANKE! DANKE!

 

Text: Anja, Mario
Bilder: Markus, Tino, Mario
Bild- und Filmmaterial könnt Ihr hier einsehen ... klick hier

 

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